Das Projekt
Die Rechtswissenschaftliche Fakultät baut im Studienjahr 2026/2027 erstmals KI-Tutorate für ihre Studierenden auf. Das Angebot ist freiwillig und als Pilot angelegt; ein Schlussbericht im Juli 2027 bildet die Grundlage für die Entscheidung über eine Fortführung.
Das Angebot
Assessment-Tutorate (Herbstsemester 2026). Für Studierende der Assessmentstufe. Zwei Halbtage (je ca. 3.5 Stunden) mit einer dazwischenliegenden Selbstlernphase, in Gruppen von 12–15 Studierenden. Schwerpunkt: Funktionsweise und Grenzen grosser Sprachmodelle, Prompting an juristischen Beispielen, Quellenverifikation.
Master-Tageskurse (Frühjahrssemester 2027). Für Masterstudierende ist im Frühjahrssemester 2027 ein eigenes Format geplant. Die Konzeption ist noch nicht abgeschlossen; Näheres wird zu gegebener Zeit bekanntgegeben.
Beide Formate sind eigenständig; jede und jeder Studierende nimmt an genau einem Kurs teil. Für die Teilnahme werden keine ECTS-Punkte vergeben.
Warum das Angebot
Die empirische Forschung zeichnet ein zunehmend deutlicher werdendes Bild: Passive KI-Nutzung – Fragen eingeben, Antworten unreflektiert übernehmen – beeinträchtigt den Lernprozess messbar. Pädagogisch gestalteter, aktiver Einsatz kann negative Lerneffekte dagegen aufheben und den Lernzuwachs steigern. Für das Recht kommt erschwerend hinzu, dass grosse Sprachmodelle bei juristischen Anfragen in einem erheblichen Anteil der Fälle Fehler und erfundene Quellen produzieren. Die Tutorate setzen an genau diesem Punkt an.